DIS - Newsticker: +++ Restschuldbefreiung durch Frankreich-Insolvenz *Die Firmeninsolvenzen sind im 1. Halbjahr 2010 um 4,5 Prozent gestiegen. +++
  (09.04.2014)

Unter­nehmens­insolven­zen 2013: 8,1 % weniger als im Vorjahr

9.April 2014. 25 995 Unter­nehmens­insolven­zen wurden 2013 gemeldet. Das waren 8,1 % weniger als 2012. Einen Anstieg der Unter­nehmens­insolven­zen gegenüber dem Vorjahr hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben (+ 11,6 %). Ihren bisherigen Höchst­stand mit 39 320 Fällen hatten die Unter­nehmens­insolven­zen 2003.

Die Zahl der Verbraucher­insolvenzen war 2013 mit 91 200 Fällen um 6,6 % niedriger als im Vorjahr. Damit wurden nach den Jahren 2008, 2011 und 2012 zum vierten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung 1999 weniger Verbraucher­insolvenzen registriert als im entsprechenden Vorjahr.

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbst­ständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 20 137 Fällen um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig Tätigen dürfte in vielen Fällen eine Insolvenz ihres Unternehmens voraus­gegangen sein. Für sie gilt, wie für Verbraucher­innen und Verbraucher die Möglichkeit der Rest­schuld­befreiung und der Stundung der Verfahrens­kosten.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen belief sich im Jahr 2013 auf 141 332 Fälle (– 6,0 % gegenüber 2012). Diese Zahl schließt auch die 2 913 Nachlass- beziehungs­weise Gesamt­gut­insolven­zen und die 1 087 Insolvenzen von natürlichen Personen ein, die als Gesellschafter größerer Unter­nehmen von einer Insolvenz betroffen waren

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2013 auf rund 37,8 Milliarden Euro. Im Jahr 2012 hatten sie bei 51,7 Milliarden Euro gelegen.

Quelle: Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes

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