DIS - Newsticker: +++ Restschuldbefreiung durch Frankreich-Insolvenz *Die Firmeninsolvenzen sind im 1. Halbjahr 2010 um 4,5 Prozent gestiegen. +++
  (10.03.2014)

5,9 % weniger Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2011

WIESBADEN – Im Jahr 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 30 099 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 5,9 % weniger als im Jahr 2010. Einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben (+ 11,6 %). Ihren bisherigen Höchststand hatten die Unternehmensinsolvenzen mit 39 320 Fällen im Jahr 2003.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2011 mit 103 289 Fällen um 5,1 % niedriger als im Vorjahr. Damit wurden zum zweiten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 weniger Verbraucherinsolvenzen registriert als im entsprechenden Vorjahr. Im Jahr 2008 waren die Verbraucherinsolvenzen zum ersten Mal zurückgegangen (– 7,1 % gegenüber 2007).

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 21 558 Fällen um 6,5 % unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig Tätigen geht oftmals eine Insolvenz ihres Unternehmens voraus. Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2 873 Nachlassinsolvenzen und der 1 599 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2011 auf 159 418 Fälle (– 5,4 % gegenüber 2010).

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2011 auf rund 31,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 waren es 39,0 Milliarden Euro.

Im Dezember 2011 wurden 2 493 Insolvenzen von Unternehmen (– 1,6 % gegenüber Dezember 2010) und 8 209 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet (– 5,9 %). Insgesamt registrierten die Gerichte 12 797 Insolvenzen, das waren 4,9 % weniger als im Dezember 2010.

Quelle: Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 08.03.2012

<< zurück  
Hinweis:
Die rechtliche Beratung und Vertretung erfolgt ausschließlich durch einen von Ihnen beauftragten Rechtsanwalt/Rechtsanwältin und/oder Steuerberater/in.Der DIS e.V. verpflichtet sich Ihnen gegenüber nicht zur Besorgung Ihrer Rechtsangelegenheiten im Sinne der §§ 1 ff. RDG. Des Weiteren weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass unsere Inhalte der Webseiten in keiner Weise eine anwaltliche Beratung ersetzen. Der DIS e.V. erteilt Ihnen keinen Rechtsrat. Trotz sorgfältiger Auswahl der Inhalte unserer Webseiten übernehmen wir keine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit.


| update: 22.03.2017 | Impressum | zurück | drucken | nach oben |